Kleine Taten, große Erfolge – wie du den Status quo durchbrichst

Bild von Simon

Wir alle wollen in irgendeinem Sinne erfolgreich sein und am liebsten bereits gestern. Wir setzen uns große Ziele, doch leider lassen nur die wenigsten diesen wirkliche Taten folgen. Ständig kommt etwas dazwischen: Die Arbeit, die Erkältung, der Freund, das Bier, das Nickerchen oder auch die Katze. Am Ende eines Jahres schauen wir zurück und stellen wie so oft fest, dass wir das Jahr nicht so erfolgreich abgeschlossen haben, wie wir es uns vorgenommen hatten.
Im besten Fall setzen wir uns neue Ziele und nehmen erneut Anlauf, im schlechtesten Fall schmeißen wir alles hin und akzeptieren den Status quo. Wir ergeben uns unserem Schicksal, auch wenn wir mit unserem aktuellen Leben nicht zufrieden sind.

Auch ich habe in meinem Leben oft nicht so viel erreicht, wie ich es mir vorgenommen hatte. Als ich 2019 in der kardiologischen Abteilung an einem Uniklinikum das Arbeiten begann, warf mich das völlig aus der Bahn. Ich hielt mich quasi von morgens bis abends auf der Arbeit auf (wir waren stark unterbesetzt) und hatte anschließen keinerlei Energie oder mentale Power für mein Krafttraining, geschweige denn, um meine Promotion zu Ende zu bringen. Monate vergingen. Ich ärgerte mich täglich über mich, oftmals hatte ich schlaflose Nächte, da ich einfach unglaublich unzufrieden mit meinem Status quo war.

Um diesen Zustand zu durchbrechen entschloss ich mich dazu kompromisslos die Verantwortung für meinen scheinbar von außen bestimmten Zustand zu übernehmen. Statt aufzugeben, suchte ich nach Auswegen. Denn es ist mein Leben und meine Aufgabe!

Auf meiner Suche fielen mir zwei Bücher in die Hände – “Die 1%-Methode”, James Clear* und “Konzentriert arbeiten”, Cal Newport*. Blöderweise schaffte ich es nach einem langen Kliniktag einfach nicht die geistige Energie aufzubringen, um eines davon zu lesen. Ich war einfach völlig ausgelaugt und konnte mich nicht konzentrieren.

🎧Der Ausweg: Ich entdeckt erneut Hörbücher für mich*. Statt also nach der Arbeit einfach nur auf der Couch zu vegetieren, nutze ich nun diese Zeit, um dazuzulernen und an einem Ausweg aus meinem Status quo zu arbeiten. Der erste Schritt war also endlich vollbracht.

Es dauert nicht lange, bis ich erste Lösungsansätze für meine Probleme entdeckte. Diese waren simpel, allerdings absolut nicht einfach. Dazu kombinierte ich mehrere Methoden aus den Büchern:

Promotion

  1. Zeitblöcke: Ich blockte mir jeden Morgen zwischen 5.30 und 6.30 Uhr einen Zeitraum, den ich ausschließlich meiner Doktorarbeit widmete. Hier war mein Kopf noch frisch, auch wenn es etwas dauerte, bis ich mich an die frühen Morgenstunden gewohnt hatte.
  2. Trennung zwischen Arbeits- und Ruheplatz: Statt das ganze auf der Couch in meinem Wohnzimmer zu versuchen, machte ich es mir zur Gewohnheit an meiner Promotion ausschließlich im Arztzimmer zu schreiben (damals hatte ich noch kein Büro). So früh am Morgen war eh noch niemand da.
  3. Regelmäßigkeit: Unterm Strich ist es viel effizienter täglich für eine kurze Zeit an einem Projekt zu arbeiten, als es beispielsweise zwei Mal pro Woche für 4 Stunden zu probieren. Das hängt daran, dass man immer wieder aus der Thematik rauskommt und erstmal Zeit benötigt, um “warm zu laufen”. Hier greift die 1 % -Methode – mit winzigen Schritten ans Ziel*.

Sport

Statt zu versuchen es übers Knie zu brechen, was bei dem hohen Arbeitspensum in der Klinik sowieso nicht klappte, entschloss ich mich dazu, meine einzelnen Trainingseinheiten zu verkürzen und dafür öfters zu trainieren. Auf diese Weise schaffe ich pro Muskelgruppe ein annähernd ähnliches Pensum wie bereits zuvor. Das beste war aber, dass ich überhaupt wieder regelmäßig trainierte und Fortschritte machte. Zu Beginn der Facharztausbildung war daran gar nicht zu denken.

Die beschriebenen Methoden und weitere sehr nützliche Tipps aus den beiden Büchern halfen mir sehr wieder zu einem produktiven Lebensstil zurückzufinden. Tatsächlich wurde ich hierdurch in allem was ich tat deutlich effizienter und beim Umgang mit meiner Zeit konsequenter.

Heute befinde ich mich am Ende der Zweitkorrektur meiner Promotion und damit kurz vor dem schlussendlichen Einreichen. Sportlich bin ich ferner auch deutlich vorangekommen.
Insgesamt konnte ich meine Produktivität soweit steigern, sodass ich neben allen meinen Aktivität mir auch wieder mehr Bücher zu Gemüte führen kann. Aktuell gehe ich wieder neue Projekte an.

Schlussworte

Ich bin davon überzeugt, dass es enorm wichtig ist, sich nicht zum Opfer seiner Umstände zu machen. Wenn man mit seinem Status quo unzufrieden ist, dann ist man in der Regel der einzige, der etwas daran ändern kann. Wie klein die ersten Schritte sind, ist völlig egal. Hauptsache man macht sich entgegen allen Widrigkeiten endlich auf. Denn aus winzig kleinen Taten entstehen große Erfolge, wenn man diese regelmäßig praktiziert.

Cheers
Euer Mischa Kotlyar


🎧 Meine Hörbuchempfehlungen – kostenlos im Audible-Probeabo:

Werbung

You May Also Like

1 comment

  1. 1

Schreibe einen Kommentar zu Felix Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.