ETF- und Aktiensparplan – diese Wertpapiere liegen in meinem Depot

Nach meinem letzten Post zum Thema Investments kamen vermehrt spezifische Fragen zu meiner genauen Depotaufstellungen rein. Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Bitte beachtet, dass dieses Depot auf meinen eigenen Vorlieben aufgebaut wurde. Ich will niemand dazu animieren mir etwas nachzuahmen, es handelt sich bei diesem Post um keine Anlageberatung.

Eines vorweg: Ich passe meine ETF-Auswahl jedes Jahr an aktuelle Aktionen der Broker an. Das bedeutet, dass ich auf ETFs setze, die ich kostenfrei besparen kann, um langfristig Gebühren zu sparen. Natürlich müssen dabei auch grundlegende Faktoren wie beispielsweise die TD (Tracking-Differenz) stimmen. Die grundlegende Strategie, die ich gleich mit euch teile, bleibt allerdings stets dieselbe.

Wie ihr seht, habe ich aktuelle insgesamt 6 ETFs und eine Einzelaktie (Fresenius) im Sparplan. Neu hinzugekommen ist dieses Jahr nur der NASDAQ ETF. Ingesamt deckt mein Sparplan so ziemlich die gesamte Welt ab, dabei übergewichte ich die USA und bringe mehr Risiko, aber auch potentiell mehr Rendite durch einen Small Cap und EM (Emerging Markets) ETF sowie zusätzlich durch den NASDAQ rein. Ich habe mit Absicht den Euro STOXX mit ins Portfolio gelegt, da ich auf diese Weise das USA-Übergewicht etwas adjustieren kann.

Fresenius kommt eine Sonderrolle zu. Ich bin von dem Unternehmen und dem CEO Stephan Sturm von Herzen überzeugt. Das Unternehmen ist mit seinen vier Hauptsparten gut diversifiziert (MC, Kabi, Helios, Vamed), wirtschaftet seit Jahren profitabel und baut seine Position in der Gesundheitsbranche stetig aus. Aktuell sind sie in den Reproduktionsmarkt in Deutschland eingestiegen. Bislang habe ich Fresenius immer nur in größeren Chargen eingekauft. Seit ich ein Depot bei Trade Republic* eröffnet habe, kann ich die Aktie auch kostenfrei besparen. Bei Trade Republic sind aktuell mehr als 4.000 Aktien & ETFs kostenfrei besparbar *. Da Fresenius einen Namensaktie ist, verzichte ich im Rahmen des Sparplans auf einen Registereintrag, da dies mit extra Kosten verbunden wäre. In meinem Comdirect-Depot lieben noch einige Freseniusaktien mit einem Namensregistereintrag, sodass ich weiterhin an den Hauptversammlungen teilnehmen kann.

Nachfolgend liste ich die genauen Namen meiner aktuell besparten Wertpapiere sowie die dazugehörige ISIN auf. Bis auf den S&P 500 bespare ich aktuell alle Wertpapiere bei Trade Republic*.

ETF/ AktieISINBroker
MSCI World Small Cap USD (Acc)IE00BF4RFH31Trade Republic
Core MSCI World USD (Acc)IE00B4L5Y983Trade Republic
Core MSCI EM IMI USD (Acc)IE00BKM4GZ66Trade Republic
Euro STORXX EUR (Dist)DE000A0D8Q07Trade Republic
NASDAQ 100 USD (Acc)IE00B53SZB19Trade Republic
AIS Amundi S&P 500 U.ETF (C)LU1681048804Comdirect
Fresenius DE0005785604Trade Republic

Wie ihr sehen könnte, handelt es sich bis auf den Euro Stoxx ETF (“Dist” = “distributing” = “ausschüttend”) und die Freseniusaktie stets um thesaurierende Wertpapiere (“Acc/ C” = “accumulating”). Das bedeutet, dass der Großteil meines Depots keine Dividende abwirft. Das hat für mich insbesondere steuerliche Vorteile, da ich seit Längerem meinen jährlichen Freibetrag von 801 € beispielsweise durch Investitionen in P2P-Kredite (z.B. bei Bondora)* ausnutze. Da ich langfristig maximal von einem Zinseszinseffekt profitieren möchte und auf einen Cashflow aus der Dividende nicht angewiesen bin, setze ich vor allem auf Thesaurier.

Bondora

Unterm Strich will ich anmerken, dass es sich bei kleiner Sparbeträgen (< 1500 – 2000 €/ Monat) in meinen Augen nicht lohnt auf so viele ETFs zu setzen. Ich beschäftige mich mit dem Investieren nun bereits etwas länger und habe meine Strategie nach und nach immer weiter ausgebaut und angepasst. Angefangen habe ich mit einem simplen Sparplan aus einem World- und EM-ETF.
Ferner sei angemerkt, dass mein Risiko mit 100 % Aktien und dazu noch ETFs aus den Bereichen EM, Small Cap und Technology in Relation zu anderen möglichen Sparplanaufteilungen sehr hoch ist. Ich nehme das zwecks einer potentiell höheren Rendite in Kauf. Man sollte allerdings bedenken, dass es in so einem Depot ganz schön drunter und drüber gehen kann.

Wer sich genauer in rationale Geldanlagestrategien einarbeiten möchte, um endlich selbst durchzustarten, dem lege ich das Buch “Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs” von Gerd Kommer* ans Herz. Auch ich bin mit diesem Buch in die Welt der Geldanlage gestartet und habe sowohl vor der Coronakrise, als auch durch die Krise hindurch gute Renditen erzielen können. Als Hörbuch könnt ihr euch das Buch im Audible-Probeabo übrigens völlig kostenlos herunterladen.

Falls ihr weitere Fragen habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf euer Feedback!

Cheers
Euer Mischa Kotlyar

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2 Comments

  1. 1

    Interessanter und hilfreicher Beitrag!
    Habe allerdings eine Frage zu deinem Investment in Fresenius: vielleicht kennst du das Gespräch zwischen Alexander Jorde, einem jungen Krankenpfleger, und Merkel in irgendeiner Talkshow. Und zwar geht Jorde dort auf die dreistelligen Millionengewinne ein, die Helios als Teil von Fresenius jährlich abwirft. Ich finde es wie Jorde ebenfalls kritisch, massive Gewinne abzuwerfen und das auf Kosten der Mitarbeiter zu tun, die meines Wissens nach oft schlechter als in öffentlichen Häusern verdienen.
    Wie stehst du dazu, da du ja auch im Gesundheitssystem arbeitest? Ich will mit diesem Post auf jeden Fall nicht bestreiten, dass die Privatisierung auch ihre positiven Seiten hat wie zum Beispiel schnellere Digitalisierung, zum Teil sinnvolle Zusammenlegungen von Klinien etc., nur finde ich im Allgemeinen, dass die negativen Seiten überwiegen.

    • 2

      Hey Simon,

      besten Dank für deinen Kommentar.
      1.) Wenn du dir Tarifverträge anschaust, dann zahlt Helios zumindest den Ärzten mit abstand am besten: https://www.praktischarzt.de/arzt/tv-aerzte-tarifvertraege/

      2.) Durch ein Investment in eine Aktie wie Fresenius, habe ich zumindest die Möglichkeit an der Hauptversammlung teilzunehmen und meine Meinung/ Sicht kund zu tun. Wenn ich nicht investiere, kann ich das nicht tun.

      3.) Wenn man am Sekundärmarkt als Privatanleger investiert (so wie 99 %), ist der Einfluss auf das Unternehmen tatsächlich nahe Null.

      4.) Persönlich glaube ich, dass Helios genau dadurch, dass sie sich mit ihrem Handeln auch für große Anleger interessant machen (dazu gehört auch die Dividende) langfristig die höchsten Standards auf dem Markt anbieten werden können. Ohne Kapital können nunmal keinen Innovationen umgesetzt werden und auch kein relevanter Fortschritt generiert werden.

      Ingesamt gäbe es noch viel zu sagen, das würde den Rahmen des Kommentars sprengen. Bei Gelegenheit schreibe ich dazu einen Post.

      Für mich persönlich überwiegen die positiven Seiten, allerdings ist das meine Meinung und ich werde nicht versuchen diese jemand aufzudrängen.

      Cheers Mischa

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